ImpulsManufaktur Claudia Kamprolf

Eltern-Coaching

Meine Motivation für eine bewusste Elternschaft... 

Ende 2019 las ich das Buch von Herbert Renz-Polster "Erziehung prägt Gesinnung". Er zeichnet darin einen roten Faden von unserer heutigen politischen Überzeugungen hin zu unseren Kindheitserfahrungen. Sein Fazit: "Soll es in einer Gesellschaft menschlich zugehen, ist es unser aller Verantwortung, für eine menschliche Kindheit zu sorgen. Die Erfüllung der grundlegenden Entwicklungsbedürfnisse nach Sicherheit und Anerkennung sorgt dafür, dass Kinder mutig und offen in die Welt treten – und der autoritären Unterwerfung widerstehen können." 

So als Mutter mit einem Stillbaby auf dem Arm ließ mich das den kompletten Horizont meines neuen Verantwortungsbereichs vor mir aufblitzen: Ich habe nicht nur in der Hand, ob es meinem kleine Schatz jetzt im Moment an irgendetwas mangelt, sondern ich lege mit einer glücklichen Kindheit auch den Grundstein für ihren Platz in der Gesellschaft der Zukunft! Das zeigt, welche Verantwortung und zugleich welche Macht da in meinen Händen liegt. Wie schaffe ich es dieser Verantwortung gerecht zu werden ohne die Macht so einzusetzen, dass sie das Ziel einer menschlichen Kindheit konterkariert?

Einmal nachgefühlt und in mich reingehorcht habe ich erkannt: Ich kann nicht mehr ruhig schlafen ohne diese Fragen für mich zu beantworten! Dies hat dann zu sehr viel Internetrecherche und noch mehr Buchbestellungen geführt! ;-) Bücher die mir dann Antworten auf meine drängendsten Fragen gaben sind die gut recherchierten von Susanne Mierau von @geborgenwachsen. Von ihr lernte ich dann, dass es auf die Bindung ankommt. "Sicher gebundene Kinder leben und gestalten die Zukunft so, wie wir sie uns wünschen: demokratisch, gleichberechtigt und friedvoll."

Die vielen Beispielen und Anregungen für "Standardsituationen" habe ich aufgesogen, die meisten ausprobiert und wenn es sich gut anfühlte direkt übernommen. Ich habe mich so sicher gefühlt und mir wurde die Sorge genommen, dass ich mit meiner Macht unverantwortlich umgehen könnte, wenn ich weiter so zugewandt mit der Kleinen umgehe. Wir hatten ein paar wunderschöne leichte und geborgene Monate mit unserem kleinen Sonnenschein. Danke Susanne dafür!

Und dann kam Corona und "sperrte" mich und unseren kleinen Sonnenschein zu Hause ein. In ein sehr privilegiertes zu Hause mit viel Platz und Garten. Eigentlich fehlte es uns an nichts. Aber mir ging es von Tag zu Tag schlechter. Erst aus Sorge um Familie und Freunde und dann wegen allem was ich für 2020 geplant hatte. Kein Austausch in Babykursen, keine Besuche von Freunden, kein Familienfest zu Ostern. Zertifizierung zum Business Coach verschoben. Hochzeit fast geplatzt.

Hatte ich Anfang 2019 – mit dickem Bauch – gedacht, ich würde die Elternzeit zu Hause mit Kind genießen, wurde mir immer klarer, dass es das nicht ist. All die Babykurse und Play-Dates haben mich anscheinend super davon abgelenkt zu merken, wie es MIR eigentlich geht. Jetzt kann man sich denken, dass das den Knoten zu Platzen gebracht hätte, aber im Gegenteil. Jetzt konnte man noch den "Rabenmutter"-Gedanken obendrauf packen. All die Leichtigkeit aus den Monaten zuvor war dahin, die Sorge meiner Verantwortung nicht mehr gerecht werden zu können, war wieder da...

Ich gebe zu, dass ich damals einige Absätze in den Büchern nur überflogen und vielleicht sogar ignoriert habe. Nämlich die zum Thema eigene Bindungsmuster, Prägungen und Glaubenssätze. In meiner Coaching-Ausbildung hatten wir das Thema zur Genüge und – fragt mich nicht warum – ich habe das überhaupt nicht mit meiner Mutter-Rolle in Verbindung gebracht.

Zum Glück habe ich Susannes Mieraus Buch "Mutter.Sein." in die Finger bekommen. Die Lektüre hat dann ein Licht angeknipst! Denn auch um einen Glaubenssatz aus der Kindheit zu wissen bedeutet nicht unbedingt die direkte Lösung. Susanne hat einiges an Wissen zum Thema Mutter-Rolle recherchiert. Erst dieses Wissen konnte meinen Glaubenssatz auflösen, dass nur die zuhause die Kinder betreuende Mutter die beste Mutter ist. Endlich war ich frei zu entscheiden, was für eine Mutter ich bin, wie wir unser Familienleben gestalten und dass es nur dann der Familie gut geht, wenn die Bedürfnisse aller Beachtung finden, also auch meine!

Und dann hat das Schicksal es noch einmal gut mit mir gemeint und Nora Imlau hat ihren Familienkompass veröffentlich. Ein mächtiges Buch, welches die innere Haltung im Familienleben thematisiert oder wie sie es nennt, den "Nordstern". Sie hat für mich sehr klar auf den Punkt gebracht, dass ich niemanden zwingen kann etwas zu tun oder zu lassen. Nur ich selbst kann etwas tun und etwas lassen. Bin ich mir selbst, meiner Haltung, meiner Prägungen und meiner Grenzen bewusst, kann ich meinen eigenen Handlungsspielraum erweitern, welcher dann mit neuen Impulsen die Reaktionen der anderen auf mich und mein Handeln ändern kann.

Und das ist, was ich machen will. Anderen Eltern helfen Ihre Haltung zu finden. Ihre Prägungen offenzulegen. Ihre Grenzen zu erkennen. Ihren Handlungsspielraum zu erweitern. Für eine bewusste Elternschaft.


Du bist ebenfalls daran interessiert Dein Kind bewusst zu begleiten? Vielleicht hast Du schon konkrete Situationen, in denen Du merkst, dass Du eigentlich nicht Frau/Herr der Lage bist? Dann melde Dich bei mir, wir schauen uns das an!


Möchtest Du erstmal mich besser kennenlernen, dann schaue doch mal bei Instagram oder Facebook vorbei!


Ich freue mich auf Dich!

Claudia